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„Ludwigshafen kann auch weiterhin auf eine engagierte GAG setzen!“

© Konrad Gös

Gut eingebunden in die Stadt und nahe bei den Menschen – so sieht der neue Vorstand der GAG, Wolfgang van Vliet die Zukunft der GAG. Der gebürtige Niederländer, der seit mehr als 40 Jahren in Ludwigshafen lebt, möchte die zukunftsorientierte Entwicklung und Modernisierung des Unternehmens fortsetzen und zugleich eigene Akzente setzen. Ein Interview.

Welche Schwerpunkte möchten Sie als neuer Vorstand der GAG Ludwigshafen in den kommenden Jahren setzen?

So ganz neu ist mir die GAG ja nicht (lacht). Fast 15 Jahre als Gast im Aufsichtsrat des Unternehmens sind ein gutes Fundament, um das städtische Immobilienunternehmen gut in die Zukunft zu führen. Ein wichtiges Anliegen ist mir, den großen Bestand an Wohnungen als Wert zu erhalten. Deshalb wird die GAG die Modernisierungen und Sanierungen von Gebäuden und Wohnungen in jedem Fall fortsetzen. Neben diesen Aufgaben ist der Bau neuer Wohnungen ein wichtiges Thema. Hier gilt es zunächst, die laufenden und bereits geplanten Neubauprojekte wie die Christian-Weiß-Siedlung, die Bismarck- oder auch die Heinig-/Benckiserstraße zu Ende zu führen, bevor wir uns weiteren Projekten widmen.

Welchen Einfluss wird die GAG künftig auf die Stadtentwicklung in Ludwigshafen nehmen?

Die GAG ist und bleibt ein verlässlicher Partner der Stadt, wenn es darum geht, Ludwigshafen weiterzuentwickeln. Darauf kann sich auch unsere neue Oberbürgermeisterin verlassen. Ludwigshafen wächst und wir brauchen Wohnungsangebote in allen Preissegmenten. Wie die Gewichtung im Einzelnen aussehen wird, würde ich gerne durch eine neue Studie feststellen lassen. Die letzten Zahlen der Empirica-Studie sind ungefähr fünf Jahre alt. Seither hat sich einiges verändert. So besteht zum Beispiel subjektiv der Eindruck, dass es in Ludwigshafen zu wenige günstige Wohnungen gibt. Zugleich weiß ich, dass die GAG fast alle Anfragen bedienen konnte. Sich nur auf dieses Segment zu konzentrieren, ginge also an der Sache vorbei. Ich denke, wir müssen weiterhin alle potentiellen Mietergruppen mit einem guten Angebot im Blick haben.

Wieviel Sozialdezernent wird in die Arbeit als Vorstand der städtischen Wohnungsbaugesellschaft fließen?

Die GAG ist ein Dienstleistungsunternehmen, das gewinnbringend arbeiten muss. Das ist eine andere Stoßrichtung. Aus meiner bisherigen Tätigkeit kenne ich allerdings einige besondere Problemlagen im sozialen Bereich, die von der GAG bereits aufgenommen worden sind. Dazu gehören Wohnungen für Menschen mit Behinderung, der Neubau einer Tagespflege in der Deichstraße, Außenwohngruppen wie die in Oggersheim oder auch die Senioren-WG in der Christian-Weiß-Siedlung. Diese Themen werde ich natürlich weiter im Auge behalten.

Die GAG unterstützt als Sponsor zahlreiche Projekte. Welche Schwerpunkte möchten Sie hier setzen?

In unserer Stadt gibt es viele Einzelprojekte und Initiativen, die die Identifikation der Menschen mit Ludwigshafen oder ihrem Stadtteil verbessern und es wert sind, von der GAG finanziell unterstützt zu werden. Solche Projekte gibt es in Schulen, in den zahlreichen Ludwigshafener Vereinen oder im kulturellen Bereich. Den Mitwirkenden helfen oft kleine Beträge, die vorhandene Strukturen aufrechtzuhalten oder weiter auszubauen. Daneben gibt es noch die großen Veranstaltungen, die nicht allein durch die städtische Kasse gestemmt werden können. Hier trägt das Engagement der GAG dazu bei, dass den Menschen in Ludwigshafen ein breites Angebot zur Verfügung steht und so soll es auch bleiben.