Ausbildungsmodule der Feuerwehr in Abteistraße
Auf dem Gelände in der Abteistraße 15 bis 23 sollen in Kürze neue Wohnungen entstehen. Die sechs Häuser werden in wenigen Monaten zurückgebaut. Die Planungen schreiten voran und machen den Weg frei für dringend benötigten geförderten Wohnraum. Aktuell ist das leergewohnte Quartier erstmal von einem Bauzaun gesichert. Für Thorsten Günther und seine Kollegen vom Sachgebiet Ausbildung der Feuerwehr Ludwigshafen ist so ein Abrissgelände ein großer Glücksfall. „Wir suchen händeringend nach solchen Übungsfeldern für unsere Ausbildungsmodule. Denn für die verschiedenen Notfallsimulationen brauchen wir Objekte, die nicht mehr in Benutzung sind, insbesondere zu dieser Jahreszeit. Wenn die dann sogar noch in der gleichen Stadt liegen und unsere Auszubildenen und Ausbilder kurze Wege haben, ist das perfekt“, so Günther.

Kettensägen, Kellerbrand und Rauchentwicklung
Thorsten Günther und seine fünf Ausbilder-Kollegen Marcus Münstermann, Stefan Löbel-Hoffelder, Dennis Brockmöller, Peter Ohmer und Daniel Baron sind im Januar und Februar an insgesamt 13 Tagen mit rund 20 Nachwuchs-Feuerwehrleuten aus dem mittleren und gehobenen Dienst vor Ort und trainieren den Ernstfall. Dazu gehört auch das Bäume sägen. „Wenn nach einem Sturm ein umgefallener Baum eine Straße blockiert müssen wir ran. Oft steht das Holz dann unter Spannung, was das Arbeiten extrem gefährlich macht. Das muss am Windbruchsimulator geübt werden“ erklärt der Feuerwehrmann weiter. Aber auch eine Löschzugübung mit und ohne Ziehleiter, ein Zimmerbrand mit einer vermissten Person oder ein Kellerbrand mit Rauchentwicklung stehen auf dem Trainingsprogramm.
Gutes Training stärkt im Ernstfall
„Wir von der Feuerwehr treffen in unserem Alltag ja mit großer Sicherheit auf Ausnahmesituationen und darauf müssen unsere Auszubildenen vorbereitet werden, bevor sie das erste Mal rausfahren. Dazu gehört das Setzen eines Notfallsignals, wenn eine Kollege in Gefahr ist, ebenso wie der Aufbau eines Springretters, wenn ein Mensch abzustürzen droht. Das alles muss geübt werden, damit man bei einem Einsatz sofort richtig reagiert und auch psychisch gerüstet für das, was man dort erlebt“, beschreibt Thorsten Günther das Vorgehen. Und natürlich macht das gemeinsame Üben auch Spaß und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Vorallem dann, wenn es in den Pausen heiße Getränke aus der mobilen Kaffeemaschine gibt.



