Am Mittwoch, 3. Dezember 2025 trafen sich rund 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Hochfeldschule mit unserer Grünfächenmanagerin, Dagmar Wolpert und dem Team um den Garten- und Landschaftsbautechniker Markus Fieker von der Firma Weiland Grünbau in der Gartenstadt. Die rund 200 Quadratmeter große, eingezäunte Fläche zwischen den Häusern in der Leistadter Straße, dem Roten und Grünen Hof lag lange als Brachfläche mit bruchgefährdetem Baumbestand ungenutzt da.
Der erste Mikrowald entsteht
Als man im vergangenen Jahr plante hier neue Bäume zu pflanzen, stellten die Verantwortlichen bei der GAG fest, dass die Bodenbeschaffenheit einfach sehr schlecht ist und sie nur schwer große Pflanzlöcher für größere Bäume gegraben bekommen. Die die Idee zum ersten „tiny forest“ war geboren. Zusammen mit den Schülern sollten daraufhin rund 500 kleine Bäume und Büsche ausgepflanzt werden.
Umweltbildung zum Anfassen
Klassenlehrerin, Elisa Pöllath, ist begeistert: „Einige meiner Schüler haben noch nie wirklich in der Erde gegraben oder beobachten können, wie eine Pflanze sich draußen entwickelt. Das Selberpflanzen verbindet die Jungen und Mädchen mit dem Ort. Im Frühling kommen wir dann wieder und schauen uns an, wo schon Blätter gewachsen sind, sich Knospen bilden und Triebe das kann ich sehr gut in das Unterrichtsmodul Umwelt einbinden“.
Schnell zum Erfolg
Durch die hohe Pflanzdichte steigt der Konkurrenzdruck innerhalb des Ökosystems. Eine natürliche Waldgesellschaft ist deutlich früher erreicht. Dafür wird eine Vielfalt aus heimischen Wildgehölzen und hitzeresistenten Arten benötigt. Hat die Neupflanzung einmal die kritischen ersten beiden Jahre überstanden, hat sie viele Vorteile, wie geringer Pflegeaufwand, absenken der Umgebungstemperatur, gleichmäßigere Versickerung bei Starkregen, Lärmschutz, C02-Bindung und Lebensraum für Vögel und Insekten.



